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Die Entstehung von Beersel

Beersel wird wahrscheinlich zum ersten Mal in einer Urkunde des Königs Karl dem Kahlen (Karl II.) erwähnt, was dazu führte, dass er am 23. März 847 „BERSALIS in pago bracbantensi“ dem Kloster Saint-Amand am Fluss Scarpe schenkte (Frankreich). Die Bedeutung des Toponyms ist "Wohnstätte auf unfruchtbarem oder sumpfigem Boden". Wasserläufe spielten bei der Entstehung von Beersel nicht die entscheidende Rolle, so wie es anderswo oft der Fall war. Die Hanglage des Dorfes, das Vorhandensein zahlreicher Quellen, fruchtbarer Felder und Wiesen sowie das Straßennetz sind für die Entstehung von Beersel von besonderer Bedeutung.

Die Straße, die das Dorf Beersel in nördlicher Richtung mit Calevoet und mit dem Hellweg verbindet, sowie in südlicher Richtung mit der Sennebrücke in Lot, ist ein alter Verkehrsweg, genauso wie die Heerstraße, die östlich liegt und damals für die Verbindung zwischen den Regionen sorgte. Die Überquerung der Senne in Lot ist seit jeher sehr wichtig. Die Ausgrabungen aus der galloromanischen Zeit in der besagten Umgebung sind Zeitzeugnisse.

Die Sennebrücke in Lot ist eindeutig eine Kreuzung von alten Wegen bzw. Straßen. Die zwei „Hallewege“ an beiden Ufern der Senne, die Halle mit Brüssel verbinden und die Straße, die sich von Ukkel über das Dorf Beersel bis hin nach Sint-Pieters-Leeuw erstreckt und zum weiteren Hinterland führt, treffen dort aufeinander sowie einige andere Wege, die lokal wichtig sind. Die Funde entlang dieses Weges sind so zahlreich, dass sie auf die ältesten Siedlungen von Beersel hinweisen. Man findet sie in der Gegend der Verbindungswege mit der Heerstraße und an Orten, wo Wasserquellen, Felder und Wiesen vorkommen. 

Wir haben Funde ausfindig machen können in der Umgebung:

- des „Dachelenbergs“ mit der „Dachelborre“-Quelle und der primitiven „Kelle(bron)“-Quelle. Ganz in der Nähe lag eine MOTTE, die den Namen d‘Auburg trug;

- des „Heibergs“, wo sich das heutige Beerseler Dorfzentrum befindet mit drei Dorfquellen: der ‚Roodenpoel‘-Teich, die ‚Puttebron‘-Quelle sowie die ‚Papaardbron‘-Quelle als auch die Verbindungswege mit Alsemberg und Linkebeek, die beide mit dem Hellweg verbunden sind;

- der BURG, wo sich der Sint Lambrechtsbach befindet und die Straße zur Laar(heide) hin, wo sich entlang der Heerstraße noch ein Wohnkern mit einer alten Motte befindet.

An all diesen Orten sind Elemente vorhanden, die zur Ansiedlung eines Dorfes hätten führen können.

Im Fall von Beersel wählten die Vorfahren den „Heiberg“, einen sehr günstig gelegenen Aussichtspunkt an einem hügeligen Hang, von dem man die weite Umgebung von Halle bis nach Brüssel überblicken kann und der ihn, zwischen zwei Burgstätten gelegen, völlig beherrscht.